
Im Winter versammeln sich WALDOHREULEN (Asio otus) zu sogenannten Schlafgemeinschaften. Das können zwischen 2 und 20 Individuen sein, manchmal auch noch mehr !

Solche Schlafgemeinschaften finden sich z.B. in großen, ruhig gelegenen Gärten, Parks, Friedhöfen, oder Feldgehölzen, also durchaus in der Nähe des Menschen. Dazu nutzen sie gern Nadelgehölze, oder große alte Koniferen. Darin „verschlafen“ sie den Tag, um bei Einbruch der Dämmerung auf die nächtliche Jagd zu gehen.

Den sich vorsichtig verhaltenen Fotografen behalten sie stets im Blick.
Waldohreulen können zwischen 31 und 37 cm groß werden und besitzen eine Flügelspannweite von 86-98 cm. Sie haben die Fähigkeit, sich beim Sitzen ganz schlank aufzurichten, oder rundlich zusammen zu kauern. Durch ihre Gefiederfarbe sind sie gut getarnt und dadurch für Feinde nicht so einfach aufzufinden.

Ihre „Federohren“ sind keine echten Ohren (die sitzen seitlich am Kopf unter dem Gefieder), sondern nur namensgebende Federbüschel, die so aussehen.

Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Mäusen. Diese werden im Ganzen gefressen. Die unverdaulichen Reste (Fell, Knochen) werden als daumengroße Gewölle wieder heraus gewürgt.

Geht der Winter zu Ende, lösen sich die Schlafgemeinschaften wieder auf und die Waldohreulen beziehen paarweise ihre Reviere. Sie sind keine Höhlenbrüter, wie z.B. Waldkauz, Steinkauz oder Schleiereule, sondern sie nutzen z,B. alte Nester von Krähen (siehe Bild).


Bis aber wieder diese jungen Waldohreulen so weit sind, dass sie das Nest noch flugunfähig verlassen („Ästling“- Stadium), vergeht noch eine Weile (Mai/Juni).